Viele Un- oder Bei-Kräuter, wie unser Wildgemüse oder auch Wildsalat bezeichnet wird, spielen bei uns im essbaren Waldgarten und auch auf den anderen Flächen eine wichtige Rolle! – denn sie sind gerade im Frühjahr neben Gemüse und Salaten aus dem Folientunnel eine kraftvolle energiereiche Ergänzung unseres Speiseplans.

Bekannte essbare Wildkräuter sind unter anderen, Gundermann, Gundelrebe, Girsch, Guter Heinrich, Fetthenne, Vogelmiere, Große Klette, Labkraut und viele mehr, um nur ein paar zu nennen. Nicht nur in Zeiten des Wandels ist es unumgänglich notwendig zu wissen, was man aus seinem Garten oder aus angrenzenden Wäldern und Fluren ernten kann!

Ernte ich außerhalb meines Gartens, muss ich natürlich Eigentumsverhältnisse beachten, denn es gibt bei uns keine Flächen die niemandem gehören – Almenden sind leider Vergangenheit! Für Ernten in der Natur, auf uneingezäunten Flächen, natürlich ausgenommen die klar als Anpflanzung bzw. Plantage erkennbar sind, gilt oft dass Haushaltsmengen entnommen werden können. Zu finden sind diese Regelungen in Gesetztesblättern jeweiliger Länder, meist sind die Regelungen in jedem Bundesland verschieden.

Der essbare Waldgarten ist die Königinnendisziplin unter den Argroforst-Systemen, Waldgarten geht aber auch in Reihen, wie die Syntropische Agrikultur nach Ernst Götsch sehr gut beweist, ein Ausführlicher Beitrag von Helen Perks dazu, ist in unserem letztes Jahr erschienenem Buch „unser essbarer Waldgarten“ zu finden. Waldgärten stellen in der Permakultur das optimale Sinnbild einer Permanenten Bodenkultur dar. Wir verstehen Permakultur als ein Planungskonzept für Zukunftsfähige Lebensräume, mehr Informationen zur Permakultur in unserem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel„.

Auch der blühende Hausgarten bietet viel interessantes Gemüse! Gerade im zeitigen Frühjahr freuen wir uns über die frischen Triebspitzen der Taglilien – es gelten grundsätzlich alle essbar doch kann es sein dass sich die Verdauung erst einstellen muss! Nahezu unbekannt ist, dass auch Funkien unseren Speisplan ergänzen können.

Einige der von uns verwendeten mehrjährigen Gemüse und auch essbaren Wildkräuter sind in unserem Buch „unser essbarer Waldgarten“ angeführt. Das Buch zeigt die Vorzüge von essbaren Waldgärten auf, denn Schaugärten haben wir genug! Zu hinterfragen ist immer der Energieeintrag und was ich dann wieder aus meinem Garten zu meinem eigenen Wohlbefinden und meiner gesunden Ernährung beitragen kann. Mehrjähriges Gemüse in einem Waldgarten-System in verschiedenen Ebenen zu finden: Knollen-oder Rhizomschicht, Lebendmulchschicht, Kraut-und Staudenschicht und auch der Vertikalschicht. Wie man Waldgärten plant und anlegt ist Teil unseres Permakultur-Designkurses oder auch Planungslehrganges. Grundsätzlich werden Pflanzen immer nach der Schicht in welcher sie beerntet werden zugeteilt. Über die Vermehrung, Anpflanzung und Verwendung von ausdauerndem Gemüse erklären wir in unserem Permakultur-Praxislehrgang.

Für unsere essbaren Waldgärten in den gemäßigten Breiten gibt es neben Spargel, Winterheckenzwiebel, Schnittknoblauch, Topinambur, Knollenziest, aber noch zahlreiche weitere ausdauernde Gemüse. Gerade in den letzten Jahren haben sie vermehrt Staudengärtnereien darauf spezialisiert, ausdauernde Gemüse wie Japanische Pestwurz, Aralien, Knollige Kapuzienerkresse, oder auch Myoga und viele mehr anzubieten.

Unser mehr als 30 Jahre alter, essbarer Waldgarten, welchen Hans Hermann Gruber ende der 1980er Jahre, nach dem Vorbild des Engländers Robert Hart, geplant und angelegt hat, verfügt über eine sehr große Pflanzenvielfalt. Die Vielfalt unseres essbaren Waldgarten kann übrigens wieder zu Pfingsten im Rahmen einer geführten Tour besucht werden! Wir arbeiten aber nach wie vor am Ausbau einzelner Schichten unseres Waldgartens. Speziell die Staudenschicht möchten wir noch stark ergänzen.

Neben den oben genannten Raritäten, können wir auch noch Funkien, Taglilien, Beinwell und vieles mehr brauchen, alles was essbar ist und zu viel Platz in deinem Garten einnimmt! Es ist uns leider nicht möglich zu dir zu kommen und die Pflanzen auszugraben oder abzuholen – du kannst die Pflanzen einfach vorbeibringen wann immer es bei dir zeitlich passt!


Deine „Pflanzen-Spende“ kannst du an folgenden Adresse bringen:

Österreichisches Waldgarten-Institut
Stadlhof 2, 4600 Wels / Österreich
Tel: +43 650 76 314 28

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