Waldgarten – der arrangierte Garten für den modernen Jäger und Sammler

Waldgarten – der arrangierte Garten für den modernen Jäger und Sammler

Zentraler Punkt des Waldgarten ist das Leben in und mit der Natur. Wohn- und Lebensraum stellt einen fließenden Übergang dar. Das Bauwerk errichtet aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh und Naturbaustoffen wie Lehm, Sand und Steine, welche im oder um den Waldgarten zu finden sind. Obstbäume, Beerensträucher und Kräuter liefern einen Beitrag zur gesunden Ernährung seiner Bewohner.

Waldgärten sind in den verschiedensten Kulturkreisen als Notwendigkeit und Überlebensstrategie entstanden. Bekannt sind Waldgärten hauptsächlich aus Ländern wie Nikaragua, Indien, Srilanka, Vietnam, Nigeria, Kongo und Tansania. Durch selektiven Eingriff in die Natur wurde nach dem Vorbild des tropischen Regenwaldes ein ausdauerndes Lebensumfeld geschaffen. Waldgärten beanspruchen durch seine Etagenwirtschaft in hoher Biodiversität mit ausdauernden Pflanzen wenig Fläche.

In einem Waldgarten geht es grundsätzlich darum, auf kleiner Fläche alles Lebensnotwendige zu produzieren: Lebensmittel, Viehfutter, Medizin, Energieholz und Bauholz. Waldgärten sind auf lange Sicht tragfähig, verschmutzen nicht und beuten auch den Boden nicht aus. Seit einigen Jahrzehnten gibt es auch in den gemäßigten Breiten das Bestreben, auf das Klima und den Boden angepasste Waldgärten zu etablieren.

Fließender Übergang von Haus und Waldgarten
Fließender Übergang von Haus und Waldgarten
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